Das Wichtigste für ein Projekt wie dieses, das seit 25 Jahren wächst, ist...
25 Jahre ... eine sehr lange Zeit.
Das Produkt muss die Vergangenheit repräsentieren und in die heutige Zeit passen. Es geht nicht um ein Museumsstück. Eher etwas Zeitloses.
Also war das jetzt ein Jubiläum oder nur der Anfang oder...
Beides. Das Produkt muss die Anfänge und das Heute repräsentieren. Es muss universell sein.
Also, was hältst du von G-SHOCK?
Was ich von G-SHOCK halte? Ich arbeite schon lange erfolgreich mit G-SHOCK zusammen. G-SHOCK ist so etwas wie der Vorreiter im Bereich der Sportuhren und mancher Technologien, und ich arbeite gern mit G-SHOCK zusammen.
Du arbeitest nun fast schon 10 Jahre mit G-SHOCK zusammen. Hast du irgendwelche Veränderungen gespürt oder hat sich G-SHOCK in dieser Zeit irgendwie verändert?
Es gab hauptsächlich Änderungen im Style. Die G-Shock ist auch ein klassisches Produkt. Man muss immer Ideen haben, wenn man ein Produkt überdenkt oder neu designen möchte. Aber man lässt bereits vorhandene Ideen immer miteinfließen. Man nimmt das klassische Produkt und versucht herauszufinden, wie man mehr daraus machen könnte. Für mich ist es auch wichtig, dem Ganzen eine persönliche Note zu geben. So dass man merkt, dass es von mir kommt.
Bei der Zusammenarbeit mit großen Firmen muss man die Balance zwischen den Vorstellungen der Firma und seinen eigenen Vorstellungen finden. Wenn man an kleinen Projekten arbeitet, kann man sich ausleben, verschiedene Styles und Ideen ausprobieren. Wenn es sich aber um ein Projekt wie dieses handelt, das CASIO weltweit repräsentiert und eine lange Geschichte hat, muss man insgesamt ein bisschen konservativer sein.
Arbeitest du gerne mit G-SHOCK zusammen?
Ja, besonders gut haben mir die Projekte für die letzten Modelle gefallen. Ich hatte viel mehr Freiheit, das Armband, die Box und die Verpackung zu gestalten. Mit jedem Projekt wird es interessanter. Ich denke, nach all den Jahren vertraut CASIO mir jetzt … es gibt nicht mehr so viele Einschränkungen. Das erste Projekt war ziemlich konservativ ... nur ein Logo und ein paar Grafiken. Beim zweiten hatte ich schon mehr Freiheiten.
In Bezug auf G-SHOCK ... was erwartest du für die Zukunft?
Mmmm, ich denke, das geht in dieselbe Richtung wie das, was wir bisher besprochen haben. Die Zukunft von G-SHOCK oder unsere Zusammenarbeit wird von einigen Änderungen geprägt sein: leicht veränderte Materialien oder Technologien. Die Frage ist: "Wie kann man auf diesem Niveau innovativ bleiben?". Denn der Stil muss klassisch bleiben, aber Veränderung ist auch wichtig.
Eventuell Farbkontraste?
Ja.
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Du bist wieder in New York, wo du ursprünglich herkommst. Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Hier in New York ist eine Menge los ... neue Dinge. Wir bringen die Marke von Brooklyn aus auf den Markt. Neue Produkte.
Cool!
Diese Kollektion, Skateboards und NY-Kappen, soll in Taiwan, London, Deutschland, Hong Kong, San Francisco, LA und Hawaii verkauft werden.
In der ganzen Welt?
In den letzten fünf Jahren haben wir die Marke HAZE vor allem in Japan bekannt gemacht und wir haben so hart gearbeitet, um in den USA und international Fuß zu fassen, aber jetzt … der Plan war immer nach Brooklyn zurückzukommen. Wir haben die Marke auf den Markt gebracht. Limitiert. Aber wir möchten die Marke jetzt international bekannt machen und ich mache auch wieder mehr Kunst, male Bilder und zeichne. Und … ich habe das neue Studio eingerichtet. Also ich habe drei Pläne für New York ... Die Marke HAZE international bekannt machen, aber in kleinem Stil. Nichts Kommerzielles. In Japan wurde alles zu groß, zu kommerziell. Also bin ich wieder nach Brooklyn zurückgekommen, um mehr kreative Kontrolle zu bekommen und die Marke zu ihren Ursprüngen zurückzuführen. Und Teil dessen ist, dass die Kunst an erster Stelle und das Produkt an zweiter Stelle steht. Die Vermarktung des Produkts ist unwichtig. Die Marke Haze soll keine Marketing-Sache werden. Sie soll ein künstlerisches Projekt sein, bei dem das Produkt aus der Kunst, aus dem Design entsteht. Das ist das Wichtigste. Wieder an diesen Punkt zu gelangen.
Was ist der zweite Plan...?
Neue Bilder. Neue Bilder und nächstes Jahr einige größere Ausstellungen. Hong Kong, Taiwan, New York…
New York?
Ja. Ich denke, dass meine erste Ausstellung in New York sein muss. Ich zeichne auch sehr viel. Ich habe gerade sieben Entwürfe fertig gestellt.
Dein Stil ändert sich, oder?
Ja. Aber ich kehre auch zu meinen Wurzeln zurück. Zu so einer Art Pop Art der 80er. Weißt du, die 90er ... nur Computer und Grafiken, Grafiken, Grafiken. Ich könnte auch was in dieser Richtung machen, aber das ist Mainstream. Also ...
Du bist Vorreiter einer Ära?
Vieles könnte jeder machen. Manchmal mache ich Sachen, die nicht jeder machen kann. Also ich mache so eine Art ...
Wie siehst du dich selbst?
Wie ich mich selbst sehe?
Wie würdest du dich beschreiben?
Ah ... das ist einfach. Ich bin Pop Artist. Und möchte alle ansprechen. Nicht immer Mainstream, sondern ... ich mache mir Gedanken bei dem, was ich tue. Ich mache Kunst für jeden. Ich mache Kunst für alle, aber keinen Mainstream ... Grafikdesign, bildende Künste, Malerei, Produktdesign, Art Direction, Mode ... alles ist Teil der Populärkultur. Man könnte also sagen, dass ich ein Maler und ein Grafiker und ein Graffitikünstler bin. Für mich ist das alles ... Pop Art. Man muss immer offen für alles sein. Das war schon immer so.
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